Freizeit Säntispark Abtwil Der Berg ruft!

Sa., 24.12.2016    15:14 Uhr
Säntispark Abtwil 2016

Bereits während unseres Besuches 2014 im Freizeit- und Erlebnisbad Säntispark Abtwil in der Schweiz war klar, dass die Anlage innerhalb der nächsten Jahre eine Erweiterung erhalten wird. Das Spaßbad im Südosten des Schweizer Kantons St. Gallen gehört zum Großunternehmen Migros, das am selben Standort weitere Freizeitmöglichkeiten und ein Einkaufszentrum betreibt. Wo man früher auf dem Weg zur Schwimmbad-Kasse bereits einen Blick auf die Wildwasserrutsche werfen konnte, fällt jetzt der Blick nach Rechts in den neuen und futuristisch anmutenden Rutschenbereich “Der Berg”. Hier kriegt man sofort Lust auf eine Rutschpartie, also auf zur Kasse und rein ins Vergnügen!


Der Rutschenbereich greift mit seiner Namensgebung und der Thematisierung das Thema “Säntis” auf. Der Säntis ist ein weithin sichtbarer, über 2.500 Meter Hoher Berg im Alpstein, der auch schon für den Säntispark als Namenspate herangezogen wurde. Die neue Rutschenwelt wurde geschickt integriert und auf der linken Seite des Bades angebaut. Von der Wildwasserrutsche gelangt man zum Eingang, ein weiterer Weg führt direkt vom Erlebnisbad eine Treppe hinauf und durch einen cool beleuchteten und mit Musik aufgepeppten Tunnel zur Rutschenwelt. Eine Übersicht informiert über alle Rutschen auf den beiden Ebenen.
Säntispark Abtwil 2016
Die gesamte Gestaltung des neuen Rutschenbereiches “Der Berg” ist sehr futuristisch, das Thema Bergwelt kommt am ehesten bei den Namen der Rutschen und auf der zweiten Ebene mit den abstrakten Felsformationen zur Geltung. Im gesamten Rutschenturm dominiert peppige Musik, in deren Takt es leicht fällt, die Treppen zu erklimmen. Die Rutschen und die Umgebung werden mit über 20.000 (!) einzeln ansteuerbare Lämpchen mit der Möglichkeit, unterschiedliche Farben darzustellen, sorgen für eine einmalige und ständig wechselnde Atmosphäre. Optisches Highlight ist eine Art Kristall, der in der Mitte über den Rutschen schwebt und mit seiner Strahlkraft maßgeblich zur Beleuchtung beiträgt.
Säntispark Abtwil 2016
Sofort beim betreten der Rutschenwelt fällt der Reifenlift auf, der allerdings nur für die großen und schweren Dreier-Reifen genutzt werden soll. Wer früh am Tag den Säntispark besucht muss jedoch auch keine Einzel- oder Doppelreifen schleppen. Direkt an den Rutscheneinstiegen auf der obersten Ebene, wo ausschließlich Reifenrutschen starten, stehen zahlreiche Rutschreifen zur Verfügung, die von den Mitarbeitern mittels Lift dorthin befördert und aufgetürmt werden.
Säntispark Abtwil 2016
Wenn man die Treppe hoch kommt hat man die Wahl unter vier Reifenrutschen. Wir beginnen mit dem Wildbach, einer eigentlich klassischen Reifenrutsche. Doch bereits der Start verspricht jede Menge Action, schließlich geht es mit einem flotten Drop los und man hat so schon eine gute Anfangsgeschwindigkeit. Durch die Kurven geht es dann auch in halber Schräglage, Angst aus dem Reifen zu fallen hat man aber eigentlich nie. Spaßig sind die beiden Bergaufstrecken, die die Rutschpartie zur Achterbahnfahrt werden lassen. Mit kräftigen Düsen und ordentlich Druck wird man einen Hügel hinauf geschossen, danach geht es in der mit Daylight-Effekten ausgestatteten Röhre weiter. Nach 155 Metern endet die Rutschpartie in einem breiten Flachwasser-Auslauf.
Säntispark Abtwil 2016
Die X-Tube Reifenrutsche Eiskanal ist mit 175 Metern Länge die längste aber auch die gemütlichste Rutsche im Rutschenbereich “Der Berg” im Säntispark Abtwil. Passend zum Namen ist die Rutsche mit kühlen Farben versehen, außerdem sorgen Daylight-Effekte wie Eiszapfen für die passende Thematisierung. Cool sind auch die beiden Glasröhren. Bei der ersten gläsernen Passage hat man einen einzigartigen Blick nach draußen, bei der zweiten Röhre wird durch zwei Leuchtstreifen links und rechts der Röhre eine ständig wechselnde Lichtstimmung geschaffen. Das sieht cool aus und sorgt bei den ersten Rutschpartien für einen Wow-Effekt.
Säntispark Abtwil 2016
Hoch hinaus geht es auf der Säntis-Pipe. Die Half-Pipe-Rutsche darf ausschließlich mit Einzelreifen benutzt werden, Hinweisschilder weisen deutlich auf diesen Umstand hin. Die 127 Meter lange Edelstahl-Rutsche beginnt mit einem Rutschentunnel mit Plexiglas-Haube. Nach einer eher gemütlichen Anlaufsstrecke geht es im fast freien Fall mitsamt Rutschreifen nach unten, um gleich darauf die fast senkrecht stehende Zunge der Half-Pipe hinaufzudonnern. Nach dem Aufschwung folgt der Abschwung. Eine kräftige Wasserdüse nach einem kleinen Hügel sorgt dasfür, dass man treffsicher in den finalen Rutschentunnel geleitet wird. Die Rutschpartie endet in einem Flachwasserauslauf.
Säntispark Abtwil 2016
Die verbleibende Rutsche der obersten Ebene ist die Super G Racer Slide. Zwei parallele Edelstahl-Rutschen sorgen hier für Wettkampf-Feeling. Passend zum Racing-Thema gibt es natürlich eine Zeitmessanlage mit umfangreichen Statistiken. Eine gleichschaltende Ampelanlage sorgt dafür, dass man gleichzeitig starten kann. Die beiden Röhren werden durch coole blaue und rote Lichteffekte illuminiert. Zusätzlich gibt es einen offenen Abschnitt, bei dem man seinen Konkurrenten sogar sehen kann. Die offene Bauweise hat jedoch noch einen anderen Zweck: Der zurückliegende Rutscher bekommt kurz vor dem Wiedereintritt in die Röhre einen Eimer Wasser auf den Kopf. Der Wasserschwall ist dabei erschreckend treffsicher,beim ersten Mal als Zweiter auf der Bahn kommt die Dusche durchaus unerwartet und sorgt für einen kurzen Schreckmoment. Nach insgesamt 123 Metern geht es einen steilen Hügel hinab ins Landebecken. Die Landung ist dabei äußerst sanft, hier hat Wiegand-Maelzer ganze Arbeit geleistet.
Säntispark Abtwil 2016
Drei weitere Rutschen starten auf der ersten Ebene. Die Landebecken befinden sich ein Stockwerk tiefer als die der Reifenrutschen, sodass es auch hier aus einer Starthöhe von über 12 Metern nach unten geht.
Wir legen los mit der Trichterrutsche Wirbelwind. Diese beginnt mit einer kurzen Röhre, nach der man in einen Cone geleitet wird. Leider hat man durch die kurze Anlaufstrecke kaum Geschwindigkeit und schwingt wenig hin und her, am Ende des liegenden Trichters bleibt man fast stecken. Nun folgt eine vergleichsweise flotte Röhre, die einen zum mitten in der Halle befindlichen Trichter bringt. Dort dreht man dann ein paar Runden, ehe es in das Loch in der Mitte geht. Nach einer kurzen steilen Schussfahrt landet man im Flachwasser-Auslauf. Die Idee mit der Kombination aus Cone und Bowl ist nett, die Umsetzung hat uns jedoch nicht überzeugt. Hier fehlt es an Anlaufsstrecke und Starthöhe, zudem ist der Cone nicht genug geneigt und man bleibt fast stehen, entsprechend vermindert ist die Geschwindigkeit im Trichter.
Säntispark Abtwil 2016
Eine schnelle und eigentlich klassische Black Hole Röhrenrutsche erwartet den Rutscher beim Sternenrausch. Die Riesenrutsche ist vom Start bis zum Auslauf 128,40 Meter lang, die Rutschpartie startet aus 12,83 Metern Höhe und endet in einem Flachwasser-Auslauf in erhöhter Position neben dem Wildwasserfluss - also abseits des eigentlichen Rutschenbereiches “Der Berg” im Säntispark Abtwil. Am Start wird die Rutsche ihrem Namen mit einem stimmungsvollen und dichten Sternenhimmel aus farbwechselnden LEDs gerecht. Innerhalb der Röhre gibt es jedoch nur Daylight-Effekte, die je nach Beleuchtung in der Halle mal mehr und mal weniger zur Geltung kommen. Insgesamt eher langweilig, der Start verspricht hier mehr als die Röhre im Inneren halten kann.
Säntispark Abtwil 2016
Unser persönliches Highlight im Säntispark Abtwil ist die Freefall-Speedrutsche Sturzflug. Die Rutsche verfügt über einen Raketenstart mit transparentem Boden. Die Startkapsel wirkt sehr massiv, die Tür ist entsprechend schwer. Eine Selbstauslöse-Funktion gibt es nicht, ein Schwimmmeister ist hier also ständig vor Ort und überwacht den Startvorgang. Sobald man die korrekte Rutschhaltung mit Beinen über Kreuz und vor der Brust verschränkten Armen eingenommen hat ertönt ein Countdown, eine effektvolle Ampelanlage sorgt zusätzlich für Anspannung. Kurz bevor der Countdown zu Ende ist und die Fallklappe sich öffnet gibt die Falltür mit einem kleinen Ruck nach unten nach. Erst danach öffnet sich die Klappe komplett. Dieser eigentlich nicht so geplante Effekt sorgt für einen wahren Adrenalinstoß, da man bereits in dem Moment mit dem aufspringen der Fallklappe rechnet, dann jedoch von der Verzögerung überrascht wird - richtig klasse, wenn auch ursprünglich nicht so geplant.
Säntispark Abtwil 2016
Nach dieser Schrecksekunde geht es nun im freien Fall nach unten, ehe man sanft von der Rutsche aufgefangen und in die immer enger verlaufende Rechtskurve gezogen wird. Dabei rast man mit einer irren Geschwindigkeit durch eine Glasröhre, von der man eigentlich nur ein kurzes Aufblitzen der Lichter von außen mitbekommt. Während man schon denkt, dass man nun dem Auslauf entgegen kommt gibt es innerhalb der Turborutsche einen weiteren kleinen Knick, der abermals für einen Geschwindigkeitsschub sorgt. Erst danach donnert man unter Blitzlicht-Gewitter in den Flachwasser-Auslauf. Die Stroboskop-Effekte kommen dabei super zur Geltung und werten die ansonsten nur mit Daylight-Ringen vesehene Röhre deutlich auf. Nach 71,03 Metern endet die rasante Rutschpartie im Flachwasserauslauf. Der nächste Rutscher kann erst starten, sobald man im Auslaufbereich einen Buzzer gedrückt und anschließend das Drehkreuz passiert hat.
Säntispark Abtwil 2016
Der Anbau der neuen Rutschenwelt “Der Berg” ist nicht die einzige Neuerung, die der Säntispark Abtwil für seine Gäste parat hält. Auch der Kinder-Bereich wurde komplett umgestaltet. Das ehemals eher verwinkelte und langweilige Kinderbecken wurde durch eine abwechslungsreiche Kinder-Wasserwelt ersetzt. Hier können Kinder auf einem Kletterpfad ihren Gleichgewichtssinn trainieren oder an einem Kletternetz entlang hangeln bzw. darüber hinweg krabbeln.
Säntispark Abtwil 2016
Zusätzlich gibt es einen Kleinkinderbereich mit einem Planschbecken mit interaktiver Projektion. Es werden Fische auf die Wasseroberfläche projeziert, die sich an den Bewegungen der planschenden Kids orientieren und davon schwimmen - jenachdem, wo man sich im Becken befindet.
Säntispark Abtwil 2016
Das gleich daneben gelegene Planschbecken bietet neben einen kleinen Wasserfall eine Kinderrutsche, die für Rutschenspaß bei den kleinen Badegästen sorgt.
Säntispark Abtwil 2016
Weiteren Rutschenspaß im Kinderbereich bietet die Edelstahl-Breitrutsche, die aus 1,94 Metern Höhe startet und nach sieben Metern im breiten Flachwasser-Auslauf endet. Kinder können hier gemeinsam mit ihren Eltern rutschen oder sich mit Gleichaltrigen kurze Duelle liefern.
Säntispark Abtwil 2016
Die sich vormals durch die Halle schlängelnde offene Riesenrutsche musste leider weichen, für die eigentlich gute Riesenrutsche war in der Halle mit dem Umbau des Kinderbereiches kein Platz mehr. Dort, wo die Rutsche früher wieder von draußen in die Halle kam befindet sich jetzt eine kleine Kinder-Tunnelrutsche, die aus 2,02 Metern Höhe startet. Von dort aus geht es aus der Halle raus, durch zwei Rechtskurven zum Flachwasser-Auslauf im Innenbereich. Nach 12,25 Metern ist der Spaß zu Ende, die Rutsche ist vornehmlich für Kinder gedacht, kann jedoch unter Rücksichtnahme auf die Kleinen auch von Erwachsenen genutzt werden - ob das Spaß macht muss jeder für sich entscheiden. Wir bleiben da lieber bei der Rutschenwelt “Der Berg”, die eine sehr gelunge Erweiterung des Freizeitbades Säntispark in Abtwil darstellt.
Säntispark Abtwil 2016
Rutschenfans können sich auch in Zukunft auf neue Highlights freuen. In der Rutschenwelt fallen nämlich weitere Flachwasser-Ausläufe aus, die aktuell als Reifenlager genutzt werden. Von außen sind auch schon Startelemente von vier weiteren Röhrenrutschen zu erkennen. Die Einstiege verbergen sich hinter den schicken Felsendekorationen in der Rutschenwelt. Was da kommen wird ist noch nicht bekannt, dass die bereits installierten Einstiege jedoch genutzt werden gilt als sicher. Wann, steht jedoch noch nicht fest, erst muss sich die Investition der unserer Meinung nach extrem gelungenen Rutschenanlage “Der Berg” lohnen.
Säntispark Abtwil 2016


Kommentare

Janik Leuenberger

26. Dezember 2016 22:10

Hallo
Die Rutschenwelt ist wirklich Super!!
1. Der Säntispark ist ganz und garnicht im Kantoon aargau, sondern in St.Gallen (komme vom Thurgau und wahr schon mehrmals da).
Tipp: es gibt ein Nachtschwärmer Ticket von kurz vor 20:00 bis 22:00.
1. ist es dann billiger
2. hatt es dann viel weniger Leute
3.Sind in der Nacht alle Daylighg effekt, die offenen Rührenabschnitte und die ganze Säntispipe mit Farbigen LED Strahlern beleuchtet. Super Effekt!!!!!!

Schwimmbad

Freizeit Säntispark Abtwil
Wiesenbachstrasse 9
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Telefon: +41 71 313 15 15
Webseite: Freizeit Säntispark Abtwil
Email: freizeit@saentispark.ch

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